Pflegefall in der Familie - was tun?

In nur vier Schritten kommen Sie zu einer guten Lösung, wenn Sie als Angehörige plötzlich mit einem Pflegefall in der Familie konfontiert werden.


Schritt 1 - Anrufen und beraten lassen - Tel.: 030 56 049 - 0

Vorrangig ist zu überprüfen, ob die eigene Häuslichkeit für den Betroffenen erhaltenwerden kann. Für die Pflegein der Häuslichkeit sind dann folgende Möglichkeiten zu prüfen:

  • Hilfeleistungen durch Angehörige, Freunde oder Nachbarn, Einsatz einer/s Privatpfleger/in - Zur Finanzierung Einsatz von Pflegegeld und eigene Mittel
  • Die Inanspruchnahme professioneller Pflegeleistungen, wie den Einsatz eines Häuslichen Pflegedienstes, und/oder tagsüber die Betreuung in einer Tagespflege.
  • Das Wohnumfeld, die Ausstattung ist nicht pflegegerecht? - Bei Ihrer Pflegekasse können mögliche Umbaumaßnahmen und Pflegeerleichterungen, wie Toilettensitzerhöhungen, Haltegriffe in Bad und Toilette, ggf. Pflegebett, Rollstuhl usw. beantragt werden.

Schritt 2 - Pflegestufe beantragen

Stellen Sie einen Antrag auf Pflegebedürftigkeit bei Ihrer Pflegekasse! Gern unterstützen wir Sie dabei. Bei Anerkennung einer Pflegestufe stehen ihnen folgende Leistungen zu:

  • Pflegegeld - wenn keine professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird, oder
  • Pflegesachleistung - bei Inanspruchnahme von professionellen Pflegeleistungen.
  • Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Schritt 3 - Die richtige Art der Pflege und Betreuung finden

Nur wenn eine Versorgung und Betreuung in der häuslichen Umgebung nicht mehr gewährleistet ist, sollte ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung angestrebt werden:

Dann gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung für Pflegebedürftige aller Pflegestufen, ggf. mit Schwerpunktpflege, z.B. für die Betreuung bestimmter Zielgruppen, wie z.B. Demenzkranke, chronisch psychisch Kranke
  • Umzug in eine Wohngemeinschaft, z.B. für Demenzkranke.

Schritt 4 - den richtigen Pflegepartner finden

In Berlin gibt es eine Fülle von Pflegeeinrichtungen und Wohngemeinschaften. Suchen Sie eine Einrichtung ihres Vertrauens, nach folgenden Kriterien:

  • hat die Einrichtung einen guten Ruf?
  • Welchen Eindruck hatten Sie bei Ihrem ersten Besuch?
  • Schauen sie sich die Veranstaltungspläne und Speisepläne an.
  • Vereinbaren Sie ggf. einen kostenlosen Schnuppertag,
  • Fragen Sie Bewohner dieser Einrichtung (ggf. den Heimbeirat) nach eigenen Erfahrungen.
  • Schauen Sie sich den Vertrag und die Leistungsangebote genau an. Fragen Sie ggf. nach.
  • Ist die Beratung zu den Kosten transparent und nachvollziehbar?
  • Welche Unterstützung wird ihnen für die erforderlichen Formalitäten angeboten?

Sie sollten insgesamt ein gutes Gefühl haben, denn es geht um die künftige Lebensqualität ihres Angehörigen.


Pflegebedürftigkeit tritt am häufigsten aus folgenden Gründen auf:

  • Durch ein plötzliches Ereignis, nach einem Schlaganfall, einem Sturz oder Operation
  • Durch eine oder mehrere fortschreitende chronische Erkrankungen, z.B. Demenz

Wenn Sie selbst betroffen sind oder in Ihrer Familie einen plötzlichen Fall von Pflegebedürftigkeit haben, treffen sie bitte keine überhasteten Entscheidungen!

Rufen Sie uns an und lassen Sie sich unverbindlich beraten - Tel.: 030 56 049 - 0