Jenny Wolter
- Hauswirtschafterin mit Herz und Ohr
- Seit mehreren Jahren im Pflegewohnzentrum
- Pflege bedeutet: für andere da sein
Jenny Wolter
Sehen mit dem Herzen bedeutet für mich, für andere Menschen da zu sein, egal ob jung, alt oder mit Behinderung.
Dankbar für die Chance im Pflegewohnzentrum
Ich mache gerne und mit voller Hingabe etwas für andere Menschen, die Hilfe im Alltag brauchen. Ich gehe offen auf andere zu, höre gerne zu und versuche, hilfreiche Tipps zu geben. Mein Herz sieht, wenn es anderen schlecht geht und sie Hilfe brauchen. Ich fühle mit anderen mit und weine auch mit den Menschen, wenn es sein muss.
In meinem Leben habe ich schon viele Stationen durchlaufen: Eine Ausbildung zur Konditorin fing ich an und brach sie bald ab. So absolvierte ich eine Ausbildung zur Floristin und kam im Anschluss nach Berlin. Hier haben sie auf mich als Floristin nicht gewartet… Ich lernte meinen Mann kennen, der in der Eventgastronomie arbeitet. Also wurde ich erst Kellnerin, bis unser erstes Kind kam. Anschließend ging ich in den Verkauf – auch keine ganz gute Lösung mit einem kleinen Kind. Drei Jahre später, inzwischen hatte ich unser zweites Kind entbunden, entschied ich mich, eine weitere Ausbildung zu machen. So wurde ich Hauswirtschafterin – nicht ohne das Zutun einer guten Freundin, die im Pflegewohnzentrum arbeitete. Wir haben uns fachlich ausgetauscht, so dass ich wusste, was mich erwartet. Ich merkte: Das passt zu mir und ich entschied mich, diese Ausbildung zu machen.
Ich werde gebraucht und meine Arbeit wird geschätzt
Nach diesem Abschluss arbeitete ich in verschiedenen Bereichen, war aber noch nicht ganz zufrieden. So bewarb ich mich im Pflegewohnzentrum – und siehe da, ich wurde genommen. Am Anfang dachte ich, ich würde mit der Situation nicht klarkommen, wenn Menschen uns verlassen, aber mittlerweile komme ich sehr gut damit zurecht.
Ich stehe morgens gerne auf und gehe zur Arbeit, da ich weiß, da sind Menschen, die freuen sich, wenn ich komme und sie sind sehr dankbar. Für mich sind zwei Dinge wichtig: Ich werde gebraucht und meine Arbeit wird geschätzt. Bei den meisten Klienten mache ich sauber, aber bei vielen bin ich auch einfach das Ohr, das zuhört, wenn sie Sorgen haben und jemanden brauchen, der für sie da ist. So höre ich zu und kann hin und wieder Trost spenden.
Für andere da zu sein
Pflege bedeutet für mich, für andere da zu sein! Zu wissen, dass es Menschen gibt, die mich brauchen und dafür dankbar sind.
Seht mit mehr Verstand in die Welt. Wir werden alle irgendwann nicht mehr allein für uns sorgen können – und brauchen dann Hilfe.